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Cannabinoide und die Mikrobiota-Gut-Hirn-Achse: Aufkommende Auswirkungen von Cannabidiol und mögliche Anwendungen bei Störungen des Alkoholkonsums

Die Studie1 von Hollis C. Karoly, Raeghan L. Mueller, L. Cinnamon Bidwell, Kent E. Hutchison wurde am 5.12.2019 von Wiley Online Library veröffentlicht.

Das Endocannabinoid-System (ECS) hat sich in den letzten Jahren zu einem potenziellen Behandlungsziel für Alkoholkonsumstörungen (AUD) entwickelt. Insbesondere das nicht-psychotoxische Cannabinoid Cannabidiol (CBD) hat sich als präklinisches Versprechen erwiesen, zahlreiche klinische Symptome von AUD zu verbessern. Es gibt mehrere vorgeschlagene Mechanismen, durch die Cannabinoide (und insbesondere CBD) positive Auswirkungen im Zusammenhang mit AUD haben können. Erstens kann CBD direkt spezifische Gehirnmechanismen beeinflussen, die AUD zugrunde liegen, um den Alkoholkonsum und die klinischen Eigenschaften von AUD zu beeinflussen. Zweitens kann CBD die AUD-Symptome durch seine Wirkung auf das Verdauungs-, Immun- und Zentralnervensystem beeinflussen, das zusammenfassend als Mikrobiota-Gut-Hirn-Achse (MGBA) bezeichnet wird. Insbesondere aufkommende Arbeiten deuten darauf hin, dass Alkohol und Cannabinoide gegensätzliche Auswirkungen auf die MGBA haben. Alkohol ist mit Immunschwächen (z.B. chronische systemische Entzündungen im Gehirn und in der Peripherie) sowie Störungen bei Darmmikrobenarten (Mikrobiota) und erhöhter Darmpermeabilität verbunden. Diese MGBA-Störungen wurden mit AUD-Symptomen wie Verlangen und beeinträchtigter kognitiver Kontrolle in Verbindung gebracht. Umgekehrt deuten bestehende präklinische Daten darauf hin, dass Cannabinoide positive Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt und das Immunsystem haben können, wie z.B. die Verringerung der Darmpermeabilität, die Regulierung von Darmbakterien und die Verringerung von Entzündungen. So können Cannabinoide durch ihre positiven Maßnahmen im gesamten MGBA zumindest teilweise AUD-Schadensminderungseffekte entfalten. Dieser Bericht wird eine kurze Einführung in die ECS und die MGBA geben, die Auswirkungen von Cannabinoiden (insbesondere CBD) und Alkohol im Gehirn, Darm und Immunsystem (d.h. im gesamten MGBA) diskutieren und einen theoretischen Rahmen für zukünftige Forschungsfragen vorgeben.

  1. Karoly, Hollis C., et al. “Cannabinoids and the Microbiota‐Gut‐Brain‐Axis: Emerging Effects of Cannabidiol and Potential Applications to Alcohol Use Disorders.” Alcoholism: Clinical and Experimental Research (2019). []

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