Reaktion von Lungenkrebs auf Selbstverabreichung von Cannabidiol (CBD)

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Studie: Auffällige Reaktion eines Lungenkrebspatienten auf die Selbstverabreichung von Cannabidiol. Ein Fallbericht und Literaturübersicht

Entgegen der Tatsache, dass es neueste Medikamente gibt, die gegen Krebs wirken, ist die Erkrankung an Lungenkrebs noch immer mit einer sehr schlechten Prognose verbunden. Während gezielte Therapien zwar die Ergebnisse der Heilung verbessern, ist es für viele Patienten jedoch nicht ungewöhnlich, dass die Behandlungen nur teilweise ansprechen und es während der Nachsorge zu einem Rückfall kommt. Aus diesen Gründen sind nach wie vor neue Medikamente erforderlich. Ebenso kommt eine Neubewertung bestehender Therapien infrage, die zur Behandlung anderer, nicht maligner Erkrankungen gedacht sind. Im Sinne der erkrankten Patienten kann auch eine Umwidmung von Medikamenten erforderlich sein.

Die entsprechende Forschung wird sowohl in vitro (im Reagenzglas beziehungsweise Labor) als auch in vivo (am lebenden Objekt) durchgeführt. Dabei ist es von großem Interesse, besonderes Augenmerk auf Patienten zu legen, die auf diejenigen Behandlungen gut ansprechen, welche in der klinischen Praxis nicht als Standardbehandlungen gelten. Wir berichten in dieser Studie über einen Patienten mit einem Adenokarzinom der Lunge, der nach Absetzen der Chemotherapie und dem Ende der Strahlentherapie im Selbstversuch CBD (Cannabidiol) einnahm. CBD ist eine in der Pflanze Cannabis sativa enthaltene Verbindung, die nicht psychoaktiv ist. Eine Tumorantwort erfolgte als Reaktion auf die Einnahme. Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass Cannabidiol (CBD) antineoplastische Eigenschaften besitzt und die Immunantwort auf Krebs verstärken kann. Die hier präsentierten Daten deuten darauf hin, dass Cannabidiol bei einem Patienten mit Lungenkrebs zu einer beachtlichen Reaktion im Sinne eines medizinischen Fortschritts geführt haben könnte.

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