CBD beugt Allodynie sowie neurologische Funktionsstörungen vor

0
156

CBD beugt Allodynie sowie neurologische Funktionsstörungen mit leicht traumatischer Hirnverletzung vor.

Neurologische Störungen sind die schlimmsten und anhaltendsten Folgen einer traumatischen Hirnverletzung (kurz TBI für Traumatic Brain Injuries). Diese auch als Schädelhirntrauma (SHT) bekannte äußere Verletzung des Gehirns und dessen Folgen untersuchte ein Forschungsteam verschiedener namhafter Universitäten aus Italien am Modellorganismus Maus und veröffentlichte die Studienergebnisse am 16. April 2019 im Wissenschaftsjournal Frontiers in Pharmacology.

Das Team um Carmela Belardo et. al untersuchte die milde Form der TBI und dessen Eigenschaften chronische Schmerzen sowie angstdepressives Verhalten in Patienten auszulösen, mit dem Hintergrundwissen, keine wirksamen Behandlungsmöglichkeiten derzeit zur Verfügung zu haben. Im Mäusemodell mit einer milden TBI und Gewichtsabfall wurde dazu die Wirkung eines handelsüblich erhältlichen 10-prozentigen CBD Öls auf die Folgen dieser Funktionsstörung hin untersucht. Dazu muss man wissen, dass TBI Mäuse, ähnlich ihrem menschlichen Analogon, chronische Schmerzen sowie ängstliches und aggressives Verhalten mit späteren Beeinträchtigungen in der sozialen Interaktion (Depression) im Zuge einer TBI entwickeln.

Schädel-Hirnverletzungen und deren Folgen

Das Schädelhirntrauma ist die Folge einer äußeren Gewalteinwirkung auf den Schädel und das Gehirn. Diese oft durch einen Unfall hervorgerufene Schädigung von Gewebe, Knochen oder Blutgefäßen ist mit 400 Verletzungen pro 100.000 Einwohner eine der häufigsten stationären Behandlungen, von denen circa 180 so schwer sind, dass mit langfristigen Schäden zu rechnen ist. Jedes Jahr werden so 4.000 Patienten zu dauerhaft Geschädigten und Langzeitpflegefällen.

Nach der Glasgow-Koma-Skala wird das Schädelhirntrauma in ein leichtes SHT, in mittelschwer sowie in ein schweres SHT unterteilt. Ein leichtes Schädelhirntrauma im Zuge einer Gehirnerschütterung kann zu einer kurzen Bewusstseinsstörung, zur retrograden Amnesie sowie Übelkeit und Erbrechen führen. Je nach Schweregrad und betroffenem Gehirnareal führen die Verletzungen zu Persönlichkeitsveränderungen, Sprachstörungen und vielem mehr.

CBD ein vielfältiges Heilmittel

CBD (Cannabidiol), ein Inhaltsstoff der Hanfpflanze (Cannabis), ist ein Phytocannabinoid mit vielfältiger Anwendbarkeit. Als Antagonist im ZNS von Vertebraten bindet es an die 5-HT1A-Rezeptoren der Dopaminsignalkaskade, des Serotoninsystems sowie der Opioid gesteuerten Signaltransduktion. Im Endocannabinoidsystem bindet es an die C1 und C2 Rezeptoren, die mit der Bewegungsregulation und dem Gedächtnis betraut sind.

CBD als Ligand wird zur Linderung von Nebenwirkungen bei HIV, ADHS, Multipler Sklerose und vielen anderen Krankheiten mehr genutzt. Als ein nicht psychoaktives Cannabinoid wirkt es zudem entzündungshemmend, angstlösend, antidepressiv sowie gegen Übelkeit. Im Zuge dessen wird es in der Krebstherapie und bei anderen Erkrankungen zur Unterdrückung von Übelkeit und als Appetitanreger eingesetzt. Des Weiteren mildert Cannabidiol Bewegungsstörungen bei der Parkinson-Krankheit und anderen motorischen Erkrankungen sowie den Schmerz, zum Beispiel bei der Arthrose und Migräne. Der Einsatz von CBD als Entzündungshemmer sowie die Therapiemöglichkeit zahlreicher psychischer Erkrankungen mit dem Pflanzenheilmittel bedeuteten seine arzneimitteltechnische Zulassung.

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie in der Zusammenfassung

TBI-Mäuse entwickeln chronische Schmerzen, die mit ängstlichem und aggressivem Verhalten einhergehen. Ihre sozialen Interaktionen werden durch depressive Verstimmungen beeinträchtigt. Die Ursache für derartig schwerwiegende Verhaltensveränderungen ist mit der Freisetzung sowie Veränderung von Neurotransmittern auf kortikaler Ebene verbunden.

Die orale CBD-Behandlung der Mäuse stellte zahlreiche Verhaltensänderungen wieder her und normalisierte die Biochemie auf kortikaler Ebene zumindest teilweise. Des Weiteren konnte durch die Cannabidiol Gabe, die durch das Trauma verursachten neurologischen Funktionsstörungen im Mausmodell wieder hergestellt werden. Im Zuge dessen beugt Cannabidiol Allodynie vor, eine Schmerzempfindung, die durch Reize hervorgerufen wird, welche normalerweise keine Schmerzen hervorrufen.

Abschließend wurde festgestellt, dass mit CBD behandelte TBI-Mäuse sowohl ein reduzierteres aggressives Verhalten zeigten und die für eine Depression typischen Verhaltensweisen reduzierten.

Comments are closed.