CBD als Therapiestrategie bei oxidativem Stress

0
140

Cannabidiol, eine neuartige entzündungshemmende Therapiestrategie bei oxidativem Stress

In der im Wissenschaftsjournal Free Radical Biology and Medicine veröffentlichten Studie über die Wirksamkeit von Cannabidiol im Zusammenhang mit oxidativem Stress, widmet sich der in der medizinischen Abteilung für Pharmakologie und Toxikologie tätige Wissenschaftler George W. Booz an der Universität von Mississippi dieser Frage in einem 7-seitigen Review (dt. für Rezension, Zusammenfassung).

Was ist oxidativer Stress?

Als oxidativen Stress bezeichnet man eine Reaktion körpereigener Zellen sauerstoffverbrauchender Spezies im Arsenal des Immunsystems, um eindringende Krankheitserreger zu bekämpfen und die Gewebereparatur einzuleiten. Diese Reaktion geht mit der Bildung reaktiver Sauerstoffverbindungen, sogenannten ROS (für Reactive Oxygen Species) einher, die in der mitochondrialen Elektronentransportkette durch das Enzym Cytochrom-P450-Oxidase gebildet werden. Es handelt sich um freie Radikale, die aus Wasserstoffverbindungen in einer Oxidations- / Reduktionsreaktion entstehen und als Anionenradikal (A-) beziehungsweise Hydroxydradikal (HO°) vorliegen. Die Fähigkeit einer Zelle Reduktionsmittel oder Oxidationsmittel zu neutralisieren, ist in einem gesunden Zellmilieu durch das Ionengleichgewicht gegeben. Hier werden in der Atmungskette der Zelle, Sauerstoff und Wasserstoffionen in einer Reaktion zu Wasser weiterverarbeitet.

Die schädigenden Wirkungen von oxidativem Stress?

Zu den drei häufigsten Auswirkungen oxidativen Stresses zählen die Lipidperoxidation, die Proteinoxidation sowie die DNA Schädigung. Alle drei Prozesse reduzieren die Lebenserwartung und sind hauptverantwortlich für den frühzeitigen Alterungsprozess.

Bei der Lipidperoxidation geben langkettige Lipide (Fettsäuren) Elektronen an freie und reaktive Radikale ab. Die damit einhergehende Kettenreaktion führt zu einer Zellschädigung im Bereich der Zellmembran. Im Gegensatz dazu reagieren bei der Proteinoxidation Proteine und deren Bausteine (Aminosäuren) mit reaktiven Sauerstoff- oder Stickstoffmolekülen, also freien Radikalen, die das Protein nachteilig beeinflussen können. Die DNA Schädigung durch reaktive Sauerstoffverbindungen der Atmungskette führt zu Mutationen und infolgedessen zu beschädigten Enzymen und Proteinen, falls die DNA nicht wieder repariert werden kann.

Krankheiten, die in Verbindung mit oxidativem Stress stehen!

Die Auswirkung von oxidativem Stress auf die Zelle und damit einhergehende Krankheitsverläufe konnte bis heute noch nicht lückenlos erforscht werden. Vielmehr mehren sich die Hinweise auf die Beteiligung von oxidativem Stress sowohl bei neurodegenerativen Erkrankungen, wie dem Schlaganfall, Parkinson, Alzheimer und Chorea Huntington sowie bei diabetischer Neuropathie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Arteriosklerose.

Die Wirkung von CBD auf den oxidativen Stress

Das Cannabidiol (CBD), ein Phytocannabinoid aus der Pflanze Cannabis sativa, konnte erstmals 1940 von Adams et al. und Kollegen aus dem Marihuana isoliert werden. In der menschlichen Neurophysiologie ist das Cannabidiol als Ligand an verschiedenen Stoffwechselvorgängen beteiligt. So bindet es als Agonist an die CB1- sowie CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems, welches an der Bewegungsregulation sowie an Lernvorgängen beteiligt ist. Das Endocannabinoidsystem und in diesem Zusammenhang das Cannabidiol erwies sich in verschiedenen Studien als ein potenzielles therapeutisches Ziel zur Schmerzbehandlung bei Krebs. Neben der oralen Medikamentation des Hanfwirkstoffes entfaltete CBD seine Wirkung durch äußerliche Wundheilung. Die Behandlung von Knieschmerzen mit synthetischem CBD Gel führte zu einer lokalen Schmerzsenkung bei nahezu allen Patienten.

In dem vorliegenden Review wird die heilsame und entzündungshemmende Wirkung von Cannabidiol für die rheumatoide Arthritis, die Zuckerkrankheit Diabetes Typ 1 und 2 sowie für die Herz-Kreislauf-Erkrankungen Arteriosklerose und Bluthochdruck wissenschaftlich belegt. Des Weiteren werden die positiven Effekte von CBD bei der Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen in Form der Alzheimer-Krankheit und von Depressionen untermauert. Die positive Eigenschaft des CBD, Schmerzen zu lindern, wurde auch in diesem Artikel nochmals hervorgehoben.

TagsCBD

Comments are closed.