Cannabidiol induziert antioxidative Signalwege

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Cannabidiol induziert antioxidative Signalwege in Keratinozyten durch die gezielte Anwendung von BACH1

Die Studie1 wurde von Casares, L., García, V., Garrido-Rodríguez, M., Millán, E., Collado, J. A., García-Martín, A. und Muñoz, E. in 2019 durchgeführt und herausgegeben.

Cannabidiol (CBD) ist ein großes nicht-psychotropes Phytocannabinoid, das aufgrund seines therapeutischen Potenzials gegen verschiedene Pathologien, einschließlich Hautkrankheiten, große Aufmerksamkeit erregte. Obwohl die Wirksamkeit in präklinischen Modellen und das klinische Nutzen von CBD beim Menschen umfassend nachgewiesen wurden, sind die molekularen Mechanismen und Ziele, die für diese Effekte verantwortlich sind, noch unbekannt. Hierin haben wir auf molekularer Ebene die Auswirkungen von CBD auf primäre menschliche Keratinozyten durch eine Kombination aus RNA-Sequenzierung (RNA-Seq) und sequentieller Fenstererfassung aller theoretischen Massenspektrometrie (SWATH-MS) charakterisiert. Die Funktionsanalyse ergab, dass CBD regulierte Wege, die unter anderem an der Differenzierung von Keratinozyten, der Hautevolution und der Differenzierung von Epidermiszellen beteiligt sind. Darüber hinaus induzierte CBD die Expression mehrerer NRF2-Zielgene, wobei die Hämoxygenase 1 (HMOX1) das Gen und das am stärksten von CBD hochregulierte Protein ist. CRISPR/Cas9-vermittelte Genombearbeitung, RNA-Interferenz und biochemische Studien zeigten, dass die Induktion von HMOX1, die durch CBD vermittelt wurde, mit dem Kernexport und dem proteasomalen Abbau des transkriptionellen Repressors BACH1 verbunden war. Insbesondere haben wir gezeigt, dass die Wirkung von BACH1 auf die HMOX1-Expression in Keratinozyten unabhängig von NRF2 ist. In vivo-Studien zeigten, dass topische CBD den Gehalt an HMOX1 und den mit der Proliferation und Wundheilung verbundenen Keratinen 16 und 17 in der Haut von Mäusen erhöhte. Insgesamt identifiziert unsere Studie BACH1 als molekulares Ziel für CBD in Keratinozyten und legt die Grundlage für den Einsatz von topischem CBD zur Behandlung verschiedener Hautkrankheiten einschließlich Neurodermitis und Keratinstörungen.

  1. Casares, L., García, V., Garrido-Rodríguez, M., Millán, E., Collado, J. A., García-Martín, A., Muñoz, E Jacqui Wood Cancer Centre, Division of Cellular Medicine, School of Medicine, University of Dundee, Dundee, Scotland, UK Innohealth Group, Madrid, Spain Instituto Maimónides de Investigación Biomédica de Córdoba (IMIBIC), Córdoba, Spain Emerald Health Biotechnology, Córdoba, Spain Departamento de Biología Celular, Fisiología e Inmunología, Universidad de Córdoba, Spain Hospital Universitario Reina Sofía, Córdoba, Spain []

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