CBD bei Parkinson und LDOPA-induzierten Dyskinesie

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Cannabidiol und Cannabinoidverbindungen als mögliche Strategien zur Behandlung der Parkinson-Krankheit und der L-DOPA-induzierten Dyskinesie

Die Studie1 von Nilson Carlos Ferreira Junior, Maurício dos- Santos-Pereira, Francisco Silveira Guimarães und Elaine Del Bel wurde am 10. September 2019 im “Neurotoxicity Research” veröffentlicht. 

Die Parkinson-Krankheit (PD) und die L-DOPA-induzierte Dyskinesie (LID) sind motorische Störungen mit erheblichen Auswirkungen auf die Lebensqualität des Patienten. Leider sind pharmakologische Behandlungen, die diese Erkrankungen verbessern, ohne schwere Nebenwirkungen zu verursachen, noch nicht verfügbar. Eine Verzögerung bei der Einleitung von L-DOPA wird nicht mehr empfohlen, da die LID-Entwicklung eher eine Funktion der Krankheitsdauer als eine kumulative L-DOPA-Exposition ist. Die Manipulation des Endocannabinoidsystems könnte eine vielversprechende Therapie zur Kontrolle von PD- und LID-Symptomen sein. Auf diese Weise haben Phytocannabinoide und synthetische Cannabinoide, wie Cannabidiol (CBD), der wichtigste nicht-psychotomimetische Bestandteil der Cannabis sativa-Pflanze, in den letzten zehn Jahren große Beachtung gefunden. In diesem Bericht  werden klinische und präklinische Beweise dafür präsentiert, dass CBD und andere Cannabinoide therapeutische Effekte bei PD und LID haben. Hier wird über die CBD-Pharmakologie sowie ihre neuroprotektive Wirkung und die anderer Cannabinoide, diskutiert. Schließlich wird über die Modulation von mehreren pro- oder antiinflammatorischen Faktoren als mögliche Mechanismen, die für das therapeutische/neuroprotektive Potenzial von synthetischen Cannabis-/Cannabinoidverbindungen bei motorischen Störungen verantwortlich sind, diskutiert. 

  1. Junior, Nilson Carlos Ferreira, et al. “Cannabidiol and Cannabinoid Compounds as Potential Strategies for Treating Parkinson’s Disease and l-DOPA-Induced Dyskinesia.” Neurotoxicity research (2019): 1-18. []

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