CBD moduliert die Auswirkungen von THC über Rekonsolidierung

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Cannabidiol und der Rest von dem Pflanzenextrakt moduliert die Auswirkungen von ∆9-Tetrahydrocannabinol über die Rekonsolidierung von Fear Memory

Die Studie1 von Anthony Murkar, Pam Kent, Christian Cayer, Jon James, Tony Durst und Zul Merali wurde am 01. August 2019 veröffentlicht.

Hintergrund:

 Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC, ein CB1-Rezeptor-Agonist) und Cannabidiol (CBD, ein nicht wettbewerbsfähiger Antagonist endogener CB1- und CB2-Liganden) sind zwei primäre Komponenten von Cannabis-Arten und können das Lernen von Angst bei Säugetieren modulieren. Der CB1-Rezeptor ist weit verbreitet im gesamten Kortex und in einigen limbischen Regionen, die typischerweise mit Angstlernen verbunden sind. Menschen mit posttraumatischen Störungen (PTBS) haben eine weit verbreitete Hochregulation der CB1-Rezeptordichte und eine geringere Verfügbarkeit von endogenem Cannabinoid-Anandamid, was auf eine Rolle für das Endocannabinoidsystem bei PTBS hindeutet. Die pharmakologische Blockade der Gedächtnisrekonsolidierung nach dem Abruf einer konditionierten Reaktion moduliert den Ausdruck der erlernten Angst und kann ein tragfähiges Ziel für die Entwicklung neuer Behandlungen für PTBS darstellen. In dieser Studie konzentrierten wir uns auf die Bewertung der Auswirkungen der wichtigsten Verbindungen der Marihuanapflanze sowohl einzeln als auch, was noch wichtiger ist, im Konzert auf die Dämpfung der erlernten Angst. Insbesondere wurden  die Auswirkungen von THC, CBD und/oder den verbleibenden Pflanzenmaterialien (Post-Extraktion; Hintergrundmaterial) auf die Rückverfestigung der erlernten Angst bewertet.

Methode

Männliche Sprague-Dawley-Ratten erhielten sechs 1,0 mA kontinuierliche Fußschocks (Kontexttraining). Vierundzwanzig Stunden später wurden Ratten dem Kontext wieder ausgesetzt. Unmittelbar nach der Gedächtnisgewinnung (Rückruf) erhielten Ratten eine orale Verabreichung von niedrig dosiertem THC, hoch dosiertem THC, CBD, CBD, CBD + niedrigem THC, CBD + hohem THC[als isolierte Phytochemikalien und, in separaten Experimenten, in Kombination mit pflanzlichem Hintergrundmaterial (BM)]. Nagetiere wurden nach 24 h und 7 Tagen nach dem Training auf Gefrierreaktion im Rahmen der Wiedereinwirkung getestet.

Ergebnisse

CBD allein, aber nicht THC allein, dämpfte signifikant die Rekonsolidierung des Angstgedächtnisses, wenn es unmittelbar nach dem Rückruf verabreicht wurde. Die Wirkung hielt mindestens 7 Tage an. Eine Kombination aus CBD und THC dämpfte auch die Angstreaktion. Werk BM dämpfte auch die Rückverfestigung der erlernten Angst signifikant, sowohl allein als auch in Kombination mit THC und CBD. Schließlich dämpfte THC die Rekonsolidierung der erlernten Angst nur, wenn es gemeinsam mit CBD oder der Anlage BM verabreicht wurde.

Fazit

CBD kann eine neuartige Behandlungsstrategie zur Bekämpfung von Angsterinnerungen bieten. Darüber hinaus hat die Pflanze BM auch die Angstreaktion deutlich abgeschwächt. Während THC allein jedoch keine signifikanten Effekte hatte, wurden seine Effekte durch den Zusatz anderer Verbindungen moduliert. Eine zukünftige Forschung sollte einige der anderen in der Pflanze vorhandenen Komponenten (z.B. Terpene) allein oder in Kombination mit isolierten reinen Cannabinoiden auf das Lernen von Angst untersuchen.

  1. Murkar, Anthony, et al. “Cannabidiol and the Remainder of the Plant Extract Modulate the Effects of Δ9-Tetrahydrocannabinol on Fear Memory Reconsolidation.” Frontiers in behavioral neuroscience 13 (2019). []

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