Die Neuroprotektion der Blut-Netzhaut-Schranke durch Cannabidiol bei der diabetischen Retinopathie!

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In der von den Wissenschaftlern um Azza B. El-Remessy et al. 2006 in der Fachzeitschrift The American Journal of Pathology veröffentlichten Studie wurden die schützenden Wirkungen des nichtpsychotropen Cannabinoids Cannabidiol (CBD) in Streptozotocin induzierten diabetischen Ratten erforscht. Die Biomediziner verschiedener Abteilungen des Zentrums für Gefäßbiologie am medizinischen College in Georgia untersuchten daraufhin die Nervenzellen der Netzhaut sowie deren Gefäßpermeabilität, die mit einem Anstieg von oxidativem Stress bei der experimentell induzierten Diabetes einhergehen, mit dem Ergebnis, dass die Behandlung der Ratten mit CBD den oxidativen Stress signifikant reduzierte. Festgestellt werden konnte dies aufgrund der Untersuchung verschiedener Wachstumsfaktoren und Enzyme, die mit dem Anstieg des oxidativen Stresses bei der diabetischen Retinopathie einhergehen.

Was versteht man unter diabetischer Retinopathie?

Die diabetische Retinopathie ist eine Schädigung kleiner Blutgefäße der Netzhaut (Mikroangiopathie), in deren Verlauf es zur Erblindung kommen kann. Betroffen sind Diabetiker des Typs I und II mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit, wobei die Krankheit als solches die häufigste Ursache für eine Erblindung der arbeitenden Bevölkerung in den Industriestaaten darstellt.

Als Hauptursache für die Entwicklung einer diabetischen Retinopathie wird die Zuckerkrankheit und eine damit einhergehende Erhöhung des Blutzuckerspiegels in Anbetracht gezogen. Alle bis dato erfolgten Therapiemöglichkeiten richten sich deswegen nach einer strengeren Einstellung des Blutzuckerspiegels. Diese Therapiemöglichkeit konnte den weiteren Krankheitsverlauf jedoch wenn nur verzögern oder kurzzeitig stoppen.

Da pubertierende Jugendliche sowie Schwangere aufgrund des Hormonwechsels ebenfalls einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, an der diabetischen Retinopathie zu erkranken, besteht die Möglichkeit, dass neben dem Blutzuckerspiegel, ebenfalls andere Blutwerte wie Fette und der Blutdruck ein erhöhtes Risiko darstellen.

Als zurzeit unheilbar angesehene Erkrankung wird der Vorsorge somit die größte Aufmerksamkeit geschenkt, da alles darüber hinaus eine Operation oder Netzhautlaser- sowie Injektionstherapie nach sich ziehen würde.

CBD als Heilmittel für viele Erkrankungen!

Neben THC ist Cannabidiol (CBD) eines der bekanntesten Phytocannabinoide der Hanfpflanze Cannabis. Die medizinische Freigabe des Naturproduktes war die Folge einer weit angelegten Studienauswertung, in deren Zusammenhang diesen Pflanzenwirkstoffen zahlreiche positive Effekte in Bezug zu unheilbaren sowie weitverbreiteten Krankheiten nachgewiesen werden konnte. Neben schmerzlindernden und appetitfördernden Effekten bei schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs und Aids, hat sich CBD des Weiteren bei der Behandlung von Asthma, Neurodermitis sowie psychosomatischen und neurodegenerativen Krankheiten bewährt. Als Agonist der CB1- sowie CB2-Rezeptoren des Endocannabinoidsystems, des Vanilloidrezeptors TRPV1 sowie des Serotoninrezeptors 5-HT1A in Vertebraten wird dem Cannabidiol neben der Beeinflussung von Stoffwechselvorgängen ebenso eine entzündungshemmende Wirkung bescheinigt.

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie in der Zusammenfassung!

In Ratten, die während der Versuchsreihe mit CBD behandelt wurden, konnte keine Veränderung des Körpergewichtes sowie des Blutzuckerspiegels festgestellt werden. Diese CBD behandelten und Streptozotocin induzierten diabetischen Ratten wurden mit einer gleichaltrigen Kontrollgruppe ohne Diabetes verglichen.

Der Abbau der Blut-Netzhaut-Schranke, ein charakteristisches Merkmal bei sowohl experimentell induzierter als auch klinischer Diabetes, ist bekannterweise mit einer erhöhten Zunahme der Permeabilität umgebender Blutgefäße verbunden und konnte durch Zugabe von CBD signifikant gehemmt werden. Dies bedeutet, dass CBD den Abbau der Blut-Netzhaut-Schranke nachweislich verhindert.

Des Weiteren konnte in der Studie festgestellt werden, dass die Zugabe von CBD sowohl den Tod neuronaler Zellen in der Netzhaut verhindert, als auch den oxidativen und nitrativen Stress, hervorgerufen durch reaktive Sauerstoff- oder Stickstoffverbindungen reduziert.

Abschließend ist somit nachweisbar, dass CBD neuroprotektive, antioxidative sowie entzündungshemmende Wirkungen entfaltet, die zum Erhalt der Blut-Netzhaut-Schranke beitragen.

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