Wirkung von CBD bei tuberösen Sklerose

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Die Wirkung von Cannabidiol im Komplex der tuberösen Sklerose

Die Studie1 wurde von Inês da Silva Serra an der “University of Reading” durchgeführt und in 2019 herausgegeben.

Tuberous Sclerosis Complex (TSC) ist eine seltene genetische Erkrankung, die durch TSC1- oder TSC2-Mutationen verursacht wird, gekennzeichnet durch Überaktivierung des mechanistischen Ziels von Rapamycin (mTOR). Dies führt unter anderem zu erhöhtem Zellwachstum, veränderter Zellstruktur und Migration. Folglich weisen TSC-Patienten Multiorgantumore auf, vor allem im Gehirn, wobei neurologische und neuropsychiatrische Manifestationen die Mehrheit der Individuen betreffen. Veränderungen des Zentralnervensystems (ZNS) tragen wesentlich zu einer verminderten Lebensqualität und einer erhöhten Morbidität und Abhängigkeit des Pflegepersonals bei.

Obwohl pharmakologische Optionen zur Verfügung stehen, um spezifische ZNS-Merkmale von TSC zu verwalten, sind diese begrenzt und nicht kurativ, was zu einer hohen Nachfrage nach neuen Wirkstoffen führt, die diese Symptome behandeln. Auf der Suche nach neuartigen Substanzen, die auf ZNS-Manifestationen in TSC abzielen, konzentrierte ich mich auf Cannabidiol, ein in Cannabis vorhandenes Phytocannabinoid, und suchte nach Möglichkeiten, welche CBD-Effekte positiv zum Management von TSC beitragen könnten.

Mit einem Zebrafischmodell von TSC konnte ich zeigen, dass CBD die Aktivierung des mTOR Downstream-Moleküls rpS6, die Zellgröße und das angstähnliche Verhalten reduziert. Mit einem Rattenmodell von TSC, der Eker-Ratte, beschrieb ich eine neuartige Kleinhirncharakterisierung und identifizierte mutierungsabhängige Zellgrößen- und Dichteänderungen, modifiziert durch CBD. Nach langfristiger CBD-Verabreichung und Verhaltensanalyse habe ich den milden Phänotyp der Eker-Ratte und die Wirkung von CBD auf rpS6 bestätigt. Die Eker-Mutation schien auch keinen Einfluss auf die Anfallsanfälligkeit nach einer kurzfristigen CBD-Behandlung zu haben. In beiden Fällen zeigten Mutation und Behandlung minimale krankheitsmodifizierende Effekte.

Die in dieser Arbeit vorgestellten Ergebnisse liefern neue Informationen über die in vivo Effekte von CBD in Gegenwart von TSC-Mutationen und zusätzliche Erkenntnisse über die Angemessenheit von TSC-Modellen zur Untersuchung von ZNS-Manifestationen. Die präsentierten Daten sind ein wertvoller Beitrag zur Entwicklung neuartiger Interventionen für TSC und zur Untersuchung von TSC selbst.

  1. Serra, Inês da Silva. The effect of cannabidiol in tuberous sclerosis complex. Diss. University of Reading, 2019. []

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