CBD für Epilepsie

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Pharmakologische und therapeutische Eigenschaften von Cannabidiol für die Epilepsie

Die Studie ((Franco, Valentina, and Emilio Perucca. “Pharmacological and Therapeutic Properties of Cannabidiol for Epilepsy.” Drugs (2019): 1-20.))von Valentina Franco und Emilio Perucca wurde im Magazin “Drugs” im September 2019 veröffentlicht.

Cannabidiol (CBD) ist ein wichtiger Wirkstoff der Cannabispflanze, die im Gegensatz zu Tetrahydrocannabinol (THC) keine euphorieauslösenden Eigenschaften hat. In den letzten 10 Jahren ist das Interesse an der Verwendung von CBD-angereicherten Produkten zur Behandlung von Epilepsie gestiegen. Im Jahr 2018 wurde eine ölbasierte, hochreine, flüssige Formulierung von CBD (Epidiolex) aus Cannabis sativa von der US Food and Drug Administration zur Behandlung von Anfällen im Zusammenhang mit dem Dravet-Syndrom (DS) und dem Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) zugelassen. Die Mechanismen, die den antiseizure Wirkungen von CBD zugrunde liegen, sind unklar, können aber unter anderem den Antagonismus des G-Protein-gekoppelten Rezeptors 55 (GPR55), die Desensibilisierung des transienten Rezeptorpotentials der Vanilloid Typ 1 (TRPV1)-Kanäle und die Hemmung der Wiederaufnahme von Adenosin beinhalten. CBD hat eine komplexe und variable Pharmakokinetik mit einem ausgeprägten First-Pass-Effekt und einer geringen oralen Bioverfügbarkeit, die sich vervierfacht, wenn CBD mit einer fettreichen/kalorienreichen Mahlzeit eingenommen wird. In vier randomisierten, doppelblinden, parallelgruppenbasierten, ergänzenden Therapiestudien wurde festgestellt, dass CBD in Dosen von 10 und 20 mg/kg/Tag, die in zwei getrennten Verabreichungen verabreicht wurden, dem Placebo überlegen ist, um die Häufigkeit von Sturzanfällen bei Patienten mit LGS und krampfhaften Anfällen bei Patienten mit DS zu reduzieren. Erste Ergebnisse einer kürzlich abgeschlossenen kontrollierten Studie zeigen, dass sich die Wirksamkeit auch auf die Behandlung von Anfällen im Zusammenhang mit dem tuberösen Sklerosekomplex erstreckt. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse, die CBD von Placebo in kontrollierten Studien unterschieden, waren Somnolenz/Sedation, verminderter Appetit, Zunahme von Transaminasen und Durchfall, Verhaltensänderungen, Hautausschläge, Müdigkeit und Schlafstörungen. Etwa die Hälfte der in den DS- und LGS-Studien eingeschlossenen Patienten erhielt eine Begleittherapie mit Clobazam, und bei diesen Patienten kann ein CBD-induzierter Anstieg des Serumspiegels des aktiven Metaboliten Norclobazam zu verbesserten Anfallsergebnissen und zur Auslösung einiger Nebenwirkungen, insbesondere Somnolenz, beigetragen haben.

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