Studie untersucht CBD als Ersatz für Antidepressiva

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Studie untersucht Cannabidiol (CBD) als Ersatz für Antidepressiva

Eine Depression wirkungsvoll zu behandeln, ist selbst in Zeiten großartiger Fortschritte in der Medizin schwierig. Antidepressiva haben meist viele Nebenwirkungen und führen nicht selten dazu, dass der Patient sprichwörtlich vom Regen in die Traufe gerät. Um diesen Patienten Erleichterung zu verschaffen, haben sich Forscher auf die Suche nach möglichen Alternativen zu den herkömmlichen Antidepressiva gemacht. Dabei sind sie auf Hinweise gestoßen, dass Cannabidiol, ein Bestandteil der Cannabispflanze, als Ersatz für solche Medikamente dienen könnte. Und tatsächlich erscheint der Ansatz vielversprechend.

Über die Studie

Die Studie wurde in den Laborräumen der Aarhus Universität in Dänemark durchgeführt und 2019 im Journal of Chemical Neuroanatomy veröffentlicht. Die Autoren der Studie waren Gabriela Silore, Ariandra Guerini Sartim, Amanda J. Sales, Amanda Eskelund, Francisco S. Guimarães, Gregers Wegener sowie Sâmia Joca.

Bereits im Jahr 2010 konnte das Labor in Tierversuchen zeigen, dass CBD wirksam ist, was seine antidepressive Wirkung betrifft. Das konnte in der Zwischenzeit durch weitere Tierversuche bestätigt werden. CBD fördert eine schnelle und langanhaltende antidepressive Wirkung. Grund ist die Fähigkeit von CBD, Einfluss auf die Neurotransmitter zu nehmen, die an Depressionen beteiligt sind. So fördert Cannabidiol beispielsweise den Wachstumsfaktor BDNF, ein Protein, dessen Mangel mit Depressionen in Verbindung gebracht wird. Auch steigert die Substanz die Neurogenese im Gehirn, also die Bildung neuer Nervenzellen, genauso wie die Synaptogenese, die Bildung neuer Synapsen an Nervenzellen.

Gemäß dieser Studie spricht also alles dafür, dass Cannabidiol bei einer Depression wirklich als Ersatz für Antidepressiva in Erwägung gezogen werden kann und sollte.

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